Sprachen treffen sich im Begegnungszentrum

Verständigung geht vor allem über eine gemeinsame Sprache, daher möchte das Netzwerk einen Sprachentreff etablieren bei dem am Anfang 45 Minuten Deutsch gesprochen wird und danach für 45 min je nach Bedarf und Angebot in andere Sprachen gewechselt werden kann oder die deutsche Konversation fortsetzt wird. Zur Vorbereitung und für die Atmosphäre wäre es toll, wenn ihr vielleicht einen kleinen Text (Zeitung, Buch etc.) in eurer Muttersprache und vielleicht etwas zum Knabbern mitbringen könntet.
Die Treffen finden zunächst am Sonntag, den 9.12. um 18 Uhr und am Mittwoch, den 12.12. um 19 Uhr bei und im Begegnungsnzentrum statt.

Weihnachtsbäckerei im Begegnungszentrum

Am Freitag, den, 7.12. 2018 wollen wir im Rahmen unseres Familen-Cafés gemeinsam mit allen Interessierten – egal ob groß oder klein – Plätzchen backen und dekorieren. Wir bereiten etwas Teig vor und gemeinsam werden wir die Plätzchen ausstechen, backen und bunt dekorieren. Natürlich könnt ihr auch selbst noch Zutaten für andere Plätzchen mitbringen. Ab 15 Uhr heißen wir euch im Begegnungszentrum herzlich willkommen.

Reden über Teilhabe mit Studierenden der Technischen Universität Ilmenau

Häufig wird das Ilmenauer Flüchtlinsgnetzwerk als Experte zum Thema Intergation, Flucht und Teilhabe herangezogen. Vor ein paar Monaten hatten wir ein ausführliches Gespräch mit Studentinnen der Technischen Universität Ilmenau für ein Multimediaprojekt zum umfassenden Thema Flucht und Vertreibung. Hierbei sprachen wir mit ihnen über Teilhabe von Geflüchteten in einer neuen Gesellschaft, ehrenamtliche Arbeit im interkulturellen Bereich, Schwierigkeiten die einem bei der Integrationsarbeit über den Weg kommen aber auch die schönen Momente die wir in unserer täglichen Arbeit mit Menschen erleben.
Wir wünschen viel Spaß beim stöbern auf der Website, unter folgendem Link ist das komplette Interview zu finden: http://www4.tu-ilmenau.de/flucht/home/contact/helfend2/

Spannende Diskussion und neues Wissen über das unbekannte Land Eritrea

Im Rahmen unserer Reihe zu Herkunftsländern von Geflüchteten konnten wir eine weitere Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema „Eritrea – ein unbekanntes Land“ durchführen. Ca. 35 Teilnehmende, darunter einige Eritreer, folgten der Einladung und lauschten gespannt den Ausführungen von Frau Dr. Tanja R. Müller von der University in Manchester und dem Fotografen Stefan Boness.
Als Einführung in den Vortrag gab Stefan Boness einen visuellen Eindruck und Überblick über Eritrea, den Konflikt und die Auswirkung auf die dortige Infrastruktur. Im Anschluss gab Frau Dr. Müller einen Abriss über die Geschichte von Eritrea, wobei sie v.a. auf die Auswirkungen des italienischen Kolonialismus, die Befreiungsbewegung und den Konflikt mit Äthiopien einging. Zum Abschluss zeigte Stefan Boness noch einmal Bilder von der Architektur in Asmara, der Hauptstadt von Eritrea, die Teil des UNESCO-Kulturerbes darstellt. In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde thematisierten die Teilnehmenden v.a. die Fluchtgründe und Hintergründe des Konfliktes.
Danach gefragt erklärten Teilnehmer_innen aus Eritrea sowohl ihre Fluchtgründe (v.a. die unbegrenzte Wehrpflicht) und der Ablauf ihre Flucht. Weiterhin interessierte sich das Publikum v.a. für den aktuellen Friedensprozess, der von den Referent_innen wesentlich optimistischer eingeschätzt wurde als von den anwesenden Eritreern.

Um bereist jüngere Menschen über verschiedene Fluchtgründe von Geflüchteten aufzuklären, fand im Vorfeld eine Veranstaltung mit der Regelschule Gräfinau-Angstedt im Rahmen des Sozialkundeunterrichts statt. Zusätzlich zu den Referent_innen nahmen an der Veranstaltung zwei Eritreer teil, die über ihre Geschichte Auskunft gaben. Nach einer kurzen Einführung konnten die Schüler_innen Fragen stellen und sich informieren. Auch hier interessierten sich die Schüler_innen vor allem für die Gründe einer Flucht sowie für den Ablauf einer Flucht. Besonders beeindruckt waren die Schüler_innen über die Bilder des kriegerischen Konfliktes und die Ausführungen der Geflüchteten über ihre Flucht vor dem Militärdienst und die Zustände beim Militär.

Wir freuen uns, dass die Veranstaltungsreihe auf viel Interesse stößt und werden auch in Zukunft die Hintergründe von Flucht und politischen Prozesse beleuchten. Denn nur mit fundiertem Wissen können sich Meinungen über Sachverhalte gebildet werden und nur so können wir einem Rechtsruck stark entgegen treten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Beteiligten, Förderern und die Unterstützung durch den LAP Ilm-Kreis des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ und das Landesprogramm „Denk bunt!“.