Sprache

Einander besser verstehen

Um die Flüchtlinge bei der Kommunikation zu unterstützen, hat das Netzwerk eine Gruppe von rund 40 ehrenamtlichen Übersetzer*innen gewinnen können; viele davon sind internationale Studierende der Technischen Universität Ilmenau. Egal ob bei der Kommunikation mit den Pat*innen, bei Arztbesuchen oder Behördengängen: Wann immer möglich und nötig, dolmetschen sie für die Neuankömmlinge aus ihren Heimatsprachen Arabisch, Persisch, Paschtu, Serbisch, Albanisch oder Mazedonisch ins Deutsche und umgekehrt und tragen so zum besseren Verständnis bei. Darüber hinaus übersetzen sie Dokumente wie Flyer oder Informationsbroschüren aus dem Deutschen in die jeweiligen Muttersprachen.

Sprachkurse

Um den Flüchtlingsfamilien das Einleben in Ilmenau zu erleichtern, organisieren die Mitglieder des Netzwerks darüber hinaus Deutschkurse und andere Konversationsmöglichkeiten.

So gibt es einen Eltern-Kind-Sprachkurs, der zweimal wöchentlich für jeweils anderthalb Stunden stattfindet und Eltern mit kleinen Kindern ermöglicht, Deutsch zu lernen, da während des Kurses für die Kinderbetreuung gesorgt ist. Auch Geflüchtete, die durch die aktuelle Gesetzeslage sonst kaum oder keine Möglichkeit haben, an einem Sprachkurs teilzunehmen, haben so die Chance, Deutsch zu lernen.

Weiterhin gibt es einen Deutschkurs für Arabisch-Muttersprachler*innen, der eine zusätzliche Übungsmöglichkeit für all diejenigen bietet, die dies benötigen.

Ein Projekt, das ebenfalls schon relativ lange besteht, ist die Hortnachhilfe für Kinder aus Flüchtlingsfamilien, die die Staatliche Grundschule Ziolkowski besuchen.

Zudem gibt es nach Bedarf ein Nachhilfe-Angebot für Jugendliche, das ein- bis zweimal wöchentlich im Begegnungszentrum stattfindet.

Zuguterletzt gibt es seit Mai 2016 einmal wöchentlich ein Frauen-Sprach-Café, bei dem Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in lockerer Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und so ihre verschiedenen Sprachkenntnisse anwenden können.