DAAD-Förderprogramm für geflüchtete Studieninteressierte an der TU Ilmenau


Geflüchtete ab Sprachlevel B1 können beim Erreichen des Sprachlevels (C1) zur Aufnahme eines Studiums an der TU Ilmenau unterstützt werden, wenn diese eine (bedingte) Zulassung an der TU Ilmenau haben. Die Anmeldung für das DAADFörderprogramm endet am 30.04.2020. Sollten die Geflüchteten noch keine Zulassung haben, wird auch bei der Studienwahl und -zulassung unterstützt. Das Programm wird aktuell bis zum 31.12.2021 weitergehen und weitere Ausschreiberunden werden voraussichtlich folgen. Mehr Informationen zum Programm und den einzureichenden Unterlagen findet ihr hier: www.tu-ilmenau.de/we4you/integra

Selbstgenähte Mund- und Nasenmasken stehen zum Verkauf

Unter dem Titel „Flüchtlingsnetzwerk näht Masken für die Diakonie“ erschien am 15. April ein Artikel im Freien Wort über die ehrenamtliche Mundschutz-Nähaktion für die Diakonie, an der auch einige Frauen aus unserem Näh- und Handarbeitszirkel beteiligt waren. Den gesamten Artikel findet ihr hier: https://www.insuedthueringen.de/region/ilmenau/Fluechtlingsnetzwerk-naeht-Masken-fuer-Diakonie;art83439,7212821

Einige dieser Frauen nähen aktuell fleißig weiter und bieten die Mund- und Nasenmasken nun privat zum Verkauf an.

Material: Baumwolle
Größe: Einheitsgröße
Modelle: mit Gummizug oder zum Binden
Farben: verschiedene Farben und Muster, auch eigene Stoffe können zum Verarbeiten gebracht werden.
Pflegehinweis: Masken können mit der Kochwäsche gewaschen werden. Zum Desinfizieren reicht es auch, wenn man die Masken nach Gebrauch heiß bügelt oder sie bei 70°C in den Backofen legt.

Preis: 5€ / Maske (1€ davon geht als Spende an das Schülerfreizeitzentrum Ilmenau, ermäßigt: 4,50€ für Menschen, die Leistungen vom Sozialamt beziehen / 4€ für Menschen in Pflegeheimen usw.)

Bestellungen bitte schriftlich über Whatsapp 0176 41610221

Bitte beachten: Diese Masken bieten keinen medizinischen Schutz vor einer Infektion, können das Risiko, andere per Tröpfcheninfektion anzustecken, aber minimieren.  Eine detaillierte Anleitung zur Verwendung und Pflege der Masken findet ihr hier: https://www.infektionsschutz.de/fileadmin/infektionsschutz.de/Downloads/Merkblatt-Mund-Nasen-Bedeckung.pdf

Begegnungszentrum in Ilmenau ist geschlossen – Nur Terminvergabe!

Das Begegnungszentrum am Wetzlarer Platz 1 ist seit dem 19. März geschlossen. Die Beratung in DRINGENDEN FÄLLEN findet NUR MIT TERMIN am DIENSTAG, MITTWOCH und DONNERSTAG statt. Bitte kommt zu dem Termin MÖGLICHST ALLEINE. Für die Terminvereinbarung bitte bei Rolf (0159 06384120) oder Lisa (0152 059 02 113) anrufen. Per Email sind wir unter refugees@iswi.org erreichbar. Formulare und Briefe, bei denen ihr Hilfe braucht, könnt ihr auch FOTOGRAFIEREN und das FOTO PER WHATSAPP schicken. Bitte gebt diese Information unbedingt an eure Familie und Freunde weiter. Danke!


The community center at Wetzlarer Platz 1 is closed. The consultation in URGENT CASES takes place ONLY WITH APPOINTMENT on TUESDAY, WEDNESDAY and THURSDAY. Please come PREFERABLY ALONE to the appointment. To make an appointment please call Rolf (0159 06384120) or Lisa (0152 059 02 113). You can reach us by email at refugees@iswi.org. You can also TAKE PICTURES of forms and letters where you need help and SEND THE PICTURE VIA WHATSAPP. Please make sure to share this information with your family and friends. Thank you!


Le centre de rencontre de la Wetzlarer Platz 1 est fermé. La consultation en cas d’URGENCE a lieu UNIQUEMENT le mardi, le mercredi et le jeudi. Veuillez vous présenter au UNIQUEMENT rendez-vous S.V.P. Pour prendre rendez-vous, veuillez appeler Rolf (0159 06384120) ou Lisa (0152 059 02 113). Vous pouvez nous contacter par courrier électronique à l’adresse refugees@iswi.org. Formulaires et lettres, lorsque vous avez besoin d’aide, vous pouvez également PHOTOGRAPHIER et envoyer la PHOTO PAR WHATSAPP. N’oubliez pas de partager ces informations avec votre famille et vos amis. Merci ! 


**Qëndra e Takimeve në Ilmenau është e mbyllur – vetëm me takim! **

Qëndra e takimeve në rrugën „Wetzlarer Platz 1“ është e mbyllur. Këshillimet në RASTET URGENTE zhvillohen VETËM ME TAKIM PARAPRAK të MARTAVE, MËRKURAVE ose EJNTEVE. Ju lutemi ejani në takime mundësisht pa shoqërusë. Ju lutemi telefononi Rolf-in (0159 06384120) ose Lis-ën (01520 5902113) për të bërë një takim. Mund të lidheni me ne përmes Email: refugees@iswi.org
Formularet dhe letrat me të cilat ju nevojitet ndihmë mund ti dërgoni me FOTO përmjet WHATSAPP. Ju lutemi kalojini këto informacione edhe familjes dhe miqve tuaj. Faleminderit.


伊尔默瑙会议中心关闭-仅接受事先预约的会面!
– 位于Wetzlarer Platz 1的会议中心将关闭。紧急情况下的咨询仅提供星期二,星期三和星期四的预约。
– 已有事先预约的,我们倾向仅一个人来前来参加会面。
– 提前预约,请致电Rolf(0159 06384120)或Lisa(0152 059 02 113)。
– 您也可以通过电子邮件与我们联系:refugees@iswi.org
– 您甚至也可以在您需要帮助的地方,拍下例如表格和信件的图片后,通过WHATSAPP发送图片。
– 请向您的家人和朋友分享此信息。谢谢!


Centrul de intalniri din Wetzlarer Platz 1 este inchis. Consultarile in cazuri urgente vor putea avea loc numai in cazurile urgente si cu programare in prealabil in zilele de marti, miercuri si joi. Va rugam sa veniti preferabil singur/a la programare. Pentru a face o programare, sunati-i pe Rolf (0159 06384120) sau pe Lisa (0152 059 02 113). Ne puteti contacta pe e-mail la: at refugees@iswi.org. Puteti fotografia formularele si scrisorile pentru care aveti nevoie de ajutor si sa ni le trimiteti pe WHATSAPP. Va rugam sa trimiteti aceasta informatie mai departe familiei si prietenilor vostri. Va multumim!


Место сбора на Wetzlarer Platz 1 закрыто. Помощь в срочных случаях проходит только по записи во ВТОРНИК, СРЕДУ и ЧЕТВЕРГ. Пожалуйста, приходите на прием по возможности только В ОДИНОЧКУ. Для записи позвоните Rolf (0159 06384120) или Lisa (0152 059 02 113). Мы доступны по электронной почте refugees@iswi.org. Если вы нуждаетесь в помощи при заполнении формуляров или ответе на письма, вы можете также их СФОТОГРАФИРОВАТЬ и отправить ФОТО НАМ ПО WHATSAPP. Пожалуйста, обязательно сообщите об этом своей семье и друзьям. Спасибо!


ቤት ጽሕፈት አንኻዕ ደሓን መጻኩም ስደተኛታት ከም ዘለዎ ዕጹው ኮይኑ፡ሓገዝ ወይ ምክሪ ትደልዩ ድማ ቆጸራ ብምግባር፡ሰሉስ፡ረቡዕ፡ሓሙስ ኮይኑ በይንኩም ወይ በይንክን ትመጹ/ጻ።ቆጸራ ክትሕዙ ምስ ትደልዩ ድማ ሮልፍ ቴለ 015906384120 ወይ ድማ ሊዛ 015205902113 ደዊልኩም ወይ ድማ  ብኢመይል refugees@iswi.org ቆጸራ ንምሓዝ በዚ ዝተጠቅሰ ኣድራሻ ክትረክቡና ትክአሉ። 
 
ዝምላአ ወይ ደብዳቤ ምስ ዝመጻኩም ድማ  ሓገዝ ምስ ትደልዩ ስአሊ ብምስኣል ብwhatsap ክትሰዱልና ትክሉ። ነዚ ሓብሬታ ናብ ኩሎም የዕርክትኩምን ፈለጥትኩምን ኣካፍልዎም። 

Paar aus dem Kosovo gründet in Ilmenau eine Familie

Am 4. April erschien in der Thüringer Allgemeinen ein Artikel über Familie Bala, die seit etlichen Jahren von Ehrenamtlichen des Flüchtlingsnetzwerks Ilmenau begleitet wird. TA-Journalist Ralf Ehrlich geht in seinem Artikel der Frage nach, was aus den Menschen geworden ist, die 2015 nach Ilmenau kamen. Den vollständigen Artikel findet unter diesem Link https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/ilmenau/paar-aus-dem-kosovo-gruendet-in-ilmenau-eine-familie-id228841613.html sowie im Folgenden in diesem Beitrag. Wir freuen uns über die Berichterstattung!


Thüringer Allgemeine – Arnstadt vom 04.04.2020 Seite 19 / Lokalnachrichten

Paar aus dem Kosovo gründet in Ilmenau eine Familie

Angnesa und Ejup Bala sind in der Stadt angekommen und danken dem Flüchtlingsnetzwerk

Von Ralf Ehrlich

Ilmenau. Fünf Jahre ist die sogenannte Flüchtlingskrise her. Die Zahl der Asylbewerber verdoppelte sich im Jahr 2015. 1000 Geflüchtete wurden damals allein dem Ilm-Kreis zugewiesen, so viel wie noch nie. Dem berühmten Satz “ Wir schaffen das“  wollten viele keinen Glauben schenken, Befürchtungen und Ängste gab es, auch Fremdenfeindlichkeit. Was ist aus den Menschen geworden, die damals zu uns kamen?

Angnesa (29) und Ejup (36) Bala leben im Ilmenauer Wohngebiet Am Stollen. Gemeinsam mit Tochter Melisa (4) und Sohn Kajan (4 Wochen) haben sie ihr Zuhause in einer Dreiraumwohnung.

Da sie ursprünglich aus dem Kosovo kommen, gehören sie unter den Geflüchteten zu einer kleinen Minderheit. Angnesa ist derzeit zu Hause, da sie sich vorerst um den noch sehr jungen Nachwuchs kümmert. Normalerweise arbeitet sie in der Küche des nahe gelegenen Pflegeheimes. Es handelt sich um eine halbe Stelle. Die hat sie seit vier Jahren. Ihr Mann Ejup begann in der ersten Zeit nach der Ankunft in Deutschland mit einem Sprachkurs und übersetzte ehrenamtlich für das Sozialamt.

Vor drei Jahren fand er eine Arbeit als Monteur und war fünf Tage in der Woche unterwegs. “ Ich habe so fast ganz Deutschland kennengelernt.“

Er fand vor knapp zwei Jahren zur Firma Binz in Ilmenau. Am Anfang stand ein unbezahltes Praktikum. Als er seinen Führerschein hatte, bekam er einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Zu seinen Tätigkeiten gehört das Waschen von Fahrzeuge oder das Aufbringen von Unterbodenschutz.

Die Pläne des Paares waren ursprünglich andere, wie sie sagen. Angnesa hatte in ihrer alten Heimat begonnen, deutsche Sprache und Literatur zu studieren, dann in der Gastronomie gearbeitet.

Ejup studierte drei Jahre Geschichte, im Kosovo eine brotlose Kunst, wie man hier sagen würde. “ Es wäre mit einer Familie schwierig geworden“ , sagt er.

Ihre Flucht führte 2015 über Ostfriesland, das Erstaufnahmelager Eisenberg, Arnstadt nach Ilmenau. Die erste Unterkunft in Ilmenau war eine Einraumwohnung im Wohngebiet Am Stollen. Das Paar hat mittlerweile viele Deutsche im Freundeskreis, kennt aber auch einige der rund 20 albanisch sprechenden Familien in Ilmenau. Fremdenfeindlichkeit spielt in ihrem Alltag in Ilmenau keine Rolle. Am Anfang war es anders, sagt Angnesa.

Dankbar sind die Balas den Deutschen, die sie von Anfang an in Ilmenau begleitet haben, auch dem Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk.

“ Ohne sie wären wir nicht da, wo wir jetzt sind“ , sagt die junge Mutter. Noch haben beide nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Die kann erst nach fünf Jahren Beschäftigung beantragt werden. Die Balas dürfen aufgrund einer Härtefallregelung bleiben und müssen diese alle zwei Jahre beantragen: “ Wir sind zufrieden.“  Angnesa und Ejup wünschen sich für die Zukunft vor allem Gesundheit für ihre Familie. Sie träumen von einem kleinen Haus.

Der Wunsch nach einem kleinen Auto ist kürzlich in Erfüllung gegangen. Angnesa ergänzt, dass sie gern ihre Schwester und ihren Bruder in Deutschland haben möchte.

Die Schwester bemüht sich um eine Ausbildung in der Pflege, und der Bruder hat bereits eine Arbeitsstelle in Aussicht.